Malerei

Bilderzyklen

Wenn ich meine in Öl gemalten Bilder mit Asche bedecke - Asche aus dem Kamin, aus der Feuerstelle - dann wird Farbe gebrochen, dunkel, schwarz. Farbe als Träger des Lichtes, des Lebendigen. Asche als Ausdruck des Todes und verwandelter Materie. Asche bringt Chaos ins Bild - staubig, erdig, eruptiv - so wirkt sie zunächst zerstörerisch auf Farbe und Form. Dann aber vollzieht sich gleichsam - wie „Phönix aus der Asche“- die Alchemie der Wandlung. Farbe und Asche kämpfen um „Leben und Lebenlassen“ und in der allmählichen Verdichtung ihrer Materialität sammelt sich gestaltete Substanz, die das stoffliche Geschehen transparent und empfänglich macht.

Brigitte Tharin